Staatliche Realschule Feucht

Studienfahrt der 10 A und 10 D nach Berlin

10ad

Montag, der 27 September 2010. Auf diesen Tag haben die Schüler der Klassen 10 A und 10 D schon lange gewartet. Es war der Anreisetag nach Berlin, den alle sehnsüchtig erwartet haben. Um 7:30 Uhr war Abfahrt vor der Realschule und alle sind pünktlich angekommen. Die Reisegruppe wurde von den Lehrkräften Herrn Zankl, Frau Riehl (beide für die 10 A), Frau Wittmann und Herrn Guthmann (jeweils für die 10 D) begleitet. Kurz darauf ging es auch endlich los. Die Fahrt kam vielen endlos vor, doch dafür gab es genügend Zeit für ein Nickerchen.

Die Vorfreude war groß und wir kamen bereits vor 14 Uhr in Berlin an. Schon bei der Ankunft konnten wir Einiges von unserer Hauptstadt bewundern, wie z.B. das Regierungsviertel. Doch bevor wir ins Hotel eincheckten, durften wir noch etwas shoppen gehen. In den sogenannten „Arkaden“ gab es alles, was einem gefällt. Daher war das erste Geld schon ausgegeben, bevor wir richtig ankamen. Als es dann Richtung Hotel ging, staunten alle nicht schlecht über den riesigen Hauptbahnhof, der direkt daran angrenzte. Kurz darauf hatten wir in unserer Unterkunft „Meininger Hotel Berlin Hauptbahnhof“ auch schon eingecheckt und die Zimmer waren verteilt. Die gesamte Gruppe befand sich im ersten Stock, was viele recht praktisch fanden. Sofort wurden die Räume erkundet und „eingerichtet“. Viele hätten sich gerne hingelegt und geschlafen, doch es ging gleich weiter im Programm. Das nächste Ziel war nämlich die Gedenkstätte Hohenschönhausen, ein ehemaliges Stasigefängnis. Dort verteilte man uns auf drei Gruppen, die jeweils einen eigenen Führer hatten. So ging es durch die unterirdischen Zellen, in denen uns die Foltermethoden erklärt wurden, bis zu den Verhörräumen. Durch die Führung erfuhr man viele interessante, aber auch grausame Details dieses Gefängnisses. Als wir zurück zum Bus gingen, dachten viele über das Gehörte noch einmal nach.
Zurück im Meininger gab es um 19:45 Uhr endlich Abendessen. Auf der Speisekarte stand Geschnetzeltes mit Reis in Champignonsoße und als Dessert Mousse au Chocolate. Am Buffet konnte sich jeder holen, was er wollte. Schließlich verzogen wir uns erstmal auf unsere Zimmer zum Ausruhen, denn der Tag war noch nicht zu Ende. Wer wollte, konnte nämlich noch Bowling spielen gehen. Viele ließen sich das nicht entgehen und kamen mit. Beim Bowlen hatten alle sichtlich Spaß und auch Herr Zankl sowie Frau Riehl ließen es sich nicht nehmen, mitzuspielen. Um Mitternacht kamen wir wieder todmüde im Hotel an und wollten nur noch schlafen, denn um 8 Uhr morgens gab es schon wieder Frühstück.

Etwas schläfrig schafften es auch alle zum Frühstücksbuffet. Wieder gab es eine große Auswahl an Wurst, Käse, Marmelade und Cornflakes. Zum Trinken konnte man sich einen Kakao machen, aber auch Orangensaft und Wasser oder Kaffee standen zur Auswahl. Anschließend machten wir eine Stadtrundfahrt mit einer Stadtführerin. Noch etwas angeschlagen von der langen Nacht kämpften die Meisten gegen die Müdigkeit. Trotz des heftigen Verkehrs in Berlin kamen wir an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei, die eifrig fotografiert wurden, wie beispielsweise dem Fernsehturm, Checkpoint Charlie usw.
Nach der Rundfahrt ging es zu einem der wohl wichtigsten Orte in Berlin: Dem Bundestag. Dort mussten wir erstmal unsere Taschen kontrollieren lassen, bevor wir rein durften. Im Abgeordnetenhaus hatten wir ein Gespräch mit dem Abgeordneten Martin Burkert von der SPD, der uns einige Fragen beantwortet hat. Nach diesem Treffen sind wir zum unterirdisch in den Reichstag gegangen und natürlich auch in die Kuppel. Von dort aus gab es einen wunderschönen Ausblick auf Berlin. Danach liefen wir zum Brandenburger Tor, dem Wahrzeichen Berlins.
Zur spätnachmittäglichen Spreerundfahrt ging es dann nach einer kleinen Verschnaufpause im Meininger. Von unserem Hotel aus konnten wir in fünf Minuten direkt zum Schiff laufen. Trotz eisiger Kälte haben sich viele aufs offene Oberdeck gesetzt. Bei einigen Brücken mussten sogar die Köpfe eingezogen werden, da es sonst eng werden konnte. Die Rundfahrt hat nur ca. eine Stunde gedauert, aber wir haben vieles aus einer anderen Perspektive gesehen.
Um 18:30 Uhr gab es Abendessen im Hotel. Heute stand Spagetti Bolognese auf dem Speiseplan, was recht gut ankam. Danach ging es weiter mit dem Abendprogramm, nämlich im Comedy Club Kookaburra. Dort bekamen wir die englische Mitmach - Comedy „comedysportz“ zu sehen. Obwohl wir nicht alles verstanden haben, war es recht lustig. Es gab zwei Teams, die in einem Sportwettkampf gegeneinander angetreten sind. Durch kleine Spiele, welche die Darsteller lösen mussten, gab es am Ende einen Sieger.
Nach einem wieder mal sehr langen Tag fielen die Meisten völlig geschafft in ihre Betten, doch vorher gab es noch eine Zimmerkontrolle durch die Lehrer (sie sollen angeblich auch etwas gefunden haben ...).

Nach dem Frühstück am letzten Tag wurden die Sachen gepackt, die Zimmer in Ordnung gebracht und die Schlüsselkarten abgegeben. Um 10 Uhr checkten wir aus dem Hotel aus, doch es stand noch Einiges auf dem Programm. Mit S- und U-Bahn sind wir zum KaDeWe, dem Kaufhaus des Westens, gefahren. Es ist ein ziemlich exklusives und teures Kaufhaus, wie wir feststellen mussten. Alles sah sehr luxuriös aus und man fühlte sich leicht fehl am Platz. Doch eine Abteilung des Kaufhauses kam gut an, nämlich die Feinkostabteilung. Ein Teil unserer Gruppe ging statt ins KaDeWe zum Hard Rock Cafe.
Von unserem Treffpunkt aus, dem Brunnen vor dem KaDeWe, sind wir zu der Erlebnisausstellung „Story of Berlin“ gelaufen. Im ersten Teil dieses Programms wurden wir durch einen Atomschutzbunker geführt, der aber nie benutzt wurde. Dort wurden uns auch viele Mängel erläutert, die bei einem Ernstfall aufgetreten wären und darüber waren wir doch sehr erstaunt. Im zweiten Teil konnten wir wieder oberhalb der Erde selbstständig durch die Ausstellung gehen. Vieles wurde anschaulich dargestellt, was uns positiv überraschte. Danach saßen wir alle ziemlich geschafft auf einer Treppe, doch es sollte noch weitergehen. Nun ging es zum Bahnhof Zoo, auch Zoologischer Garten genannt. Dort konnte man sich in knapp bemessener Zeit etwas zu Essen kaufen und noch Proviant für die anstehende Rückreise besorgen. Kaum im Bus angekommen, ging es auch schon los. Einige sind ziemlich schnell eingeschlafen, wovon auch fleißig Beweisfotos geschossen wurden. Insgesamt ist die Rückreise dann viel ruhiger abgelaufen. Schon kurz nach 19:00 Uhr sind wir wieder in Feucht angekommen. Dort wurden wir bereits von unseren Eltern erwartet und damit war unsere Reise auch schon vorbei.

Uns hat es viel Spaß gemacht und wir bedanken uns bei allen Verantwortlichen für diese tolle Reise.