Staatliche Realschule Feucht

Besuch in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Flossenbürg Flossenbürg Flossenbürg

Am Montag, den 28.06.2010, machten sich ca. 50 Schüler der 9. Klassen und die Lehrkräfte Frau Lang, Frau Tauber, Frau Groß und Frau Meeh mit dem Bus auf den Weg zur Konzentrationslager-Gedenkstätte Flossenbürg.
Nach 1 ½ Stunden Busfahrt erreichten wir schließlich unser Ziel. Gleich am Eingang stach uns das große Kommandaturgebäude ins Auge. Wie wir während der Führung durch die Gedenkstätte erfuhren, wurde dieses Gebäude aus dem Granit erbaut, den die Zwangsarbeiter Tag für Tag, 12 Stunden lang, unter härtesten Bedingungen im Steinbruch abbauen mussten.
Wie andere Hauptlager war das KZ-Flossenbürg ab 1942 die Zentrale eines weit verzweigten Lagersystems mit annähernd 90 Außenlagern.
Rund 100.000 Menschen waren im Hauptlager und den dazugehörigen  Außenlagern inhaftiert und mindestens 30.000 Menschen überlebten den Terror nicht!
Während der Führung sahen wir auch den Appellplatz, auf dem im Jahr 2000 noch Industriehallen standen, bevor eine KZ-Gedenkstätte mit Ausstellung errichtet wurde.  Beim täglichen Appell wurden die Häftlinge gezählt. Diese Zählungen wurden nicht selten aus Provokation künstlich in die Länge gezogen. Weiter ging es zum so genannten “Tal des Todes“ in dem das Krematorium und der Verbrennungsofen für die Leichen zu sehen waren. Viele von uns waren erschüttert, als sie von den Demütigungen erfuhren, welche die Häftlinge ertragen mussten und die Bilder der ausgezehrten Körper sahen. Ebenfalls beeindruckt hat uns die Aschenpyramide, dem Platz der Nationen bis hin zur letzten Station unserer Führung, der Kapelle mit dem Namen „Jesus im Kerker“. Jetzt hatten wir Schüler noch 30 Minuten Zeit, um uns selbständig  umzusehen oder die Ausstellung zu erkunden.
Nach einem anstrengenden, aber sehr interessanten Nachmittag bei großer Hitze waren wir dann doch alle froh, als es mit dem Bus wieder Richtung Heimat ging.

Jonas E., 9 d